UNESCO-Welterbe Niedergermanischer Limes

Während die Außengrenze des römischen Reiches in Obergermanien aufwändig mit Palisaden oder Mauern, Erdwällen und Gräben gesichert werden musste, schützte der Rhein in Niedergermanien über 400 Jahre hinweg als „nasse Grenze“ das Imperium Romanum. Vom südlichsten Kastellstützpunkt Rigomagus / Remagen der Provinz Germania inferior / Niedergermanien bis zum letzten Kastell Lugdunum im heutigen Katwijk aan Zee an der Rheinmündung in die Nordsee umfasste diese Flussgrenze eine Länge von fast 400 Stromkilometern.

Da Rom ursprünglich die Eroberung Germaniens bis zur Elbe geplant hatte, war der Rhein zunächst nicht als Grenze des Reiches vorgesehen. Erst nach der verlorenen Varusschlacht 9 n. Chr. und dem endgültigen Verzicht auf Rachefeldzüge im Jahr 16 n. Chr. zogen sich die römischen Truppen auf das linke Rheinufer zurück, um dort in einer Kette von Lagern dauerhaft die Grenze zu sichern.

Nach einem gemeinsamen jahrelang vorbereiteten Antrag von Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und den Niederlanden wurde 2021 vom UNESCO Welterbe Komitee der niedergermanische Limes mit 44 archäologischen Fundplätzen zur transnationalen Weltkulturerbestätte erklärt. Deutschland hat damit die Verpflichtung übernommen, die Stätten des Welterbes zu erhalten und zu schützen, aber auch die Pflicht zur Vermittlung von Wissen über das Welterbe an die Öffentlichkeit.

Unser Mitglieds Dr. Bruno Wirth  wird seinen Vortrag  mit Bildern und Karten illustrieren.

UNESCO-Welterbe Niedergermanischer Limes
So, 31. Mai 2026, 11:15–12:45 Uhr

Sonntag, den 31. Mai

11.15 Uhr

Kempen, Franziskanerkloster, Rokokosaal

 

Eintritt:

Für Mitglieder: unentgeltlich unter Vorlage der Mitgliedskarte

Für Nichtmitglieder: 5 €

Änderungen vorbehalten!

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