Gedenken 2025

Am 9. November dieses Jahres jähren sich erneut die Ereignisse der Pogromnacht des Jahres 1938, in der die vom nationalsozialistischen Regime organisierten Gewaltmaßnahmen unendliches Leid über unzählige deutsche Jüdinnen und Juden brachten und jüdische Gotteshäuser, Wohnungen und Geschäfte zerstört wurden. Auch die Synagoge der Kempener Juden an der Umstraße ging am Morgen des 10. November in Flammen auf.

 

Um an diese Verbrechen in unserer Stadt zu erinnern, organisiert der Kempener Geschichts- und Museumsverein seit 2003, also seit nunmehr 22 Jahren, eine Gedenkstunde wider das Vergessen. Da in Kempen ein Gedenken am eigentlichen Jahrestag wegen des Martinszuges unmöglich ist, findet es jedes Jahr am offiziellen Gedenktag der Novemberpogrome, dem 9. November, statt.

In diesem Jahr wird das Gedenken von Schülerinnen und Schülern des Rhein-Maas-Berufskollegs mitgestaltet, die sich mit ihrem Lehrer Dr. Antonio Liepold mit dem Thema Gedenken beschäftigt haben. Musikalisch umrahmt Dr. Herbert Holtemeyer die Gedenkfeier.

An diesem Tag wird auch eine vom KGMV-initiierte Ergänzungsstele der Öffentlichkeit übergeben, die der Verein mit dem Preisgeld für den Heimatpreis finanziert hat.

Die Inschrift aus dem Jahr 1982, die sich auf der Rückseite des Mahnmals befindet und deshalb von vielen auch nicht wahrgenommen wird, bedarf aufgrund neuer Erkenntnisse und auch neuer Bewertungen der Geschehnisse einer Korrektur. Dies soll durch die neue Stele geschehen, deren Text in Absprache mit Dr. Hans Kaiser, mit dem Denkmalamt Kempen und dem Rat geschehen ist. Die Information ergänzt die neuen Informationstafeln des Stadtrundgangs und nimmt auch dessen Formensprache auf.  Besonders wichtig war es uns, dass die Namen aller Familien, die Opfer des NS-Regimes wurden, auch genannt werden. Zudem sollten die Verbrechen klarer als solche benannt werden.

Neu ist auch, dass eine Karte dem Besucher den genauen früheren Standort der Synagoge zeigt und so eine Orientierung erleichtert.

[zurück]